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Da ist sie schon wieder. Die Angst. Für einen mini Moment warst Du unaufmerksam. Hast Deine übliche Vermeidungs-Strategie ausgeblendet und spontan zugesagt. Beim Netzwerktreffen nächste Woche. Du machst den Vortrag. Vor mindestens 30 Zuhörern.

Seitdem nagt die Angst in Dir. Und Du kreist um die immer gleiche Frage: WARUM? Warum hab ich so’n Schiß? Warum würde ich am liebsten einen Rückzieher machen?

WARUM?

Es hallt in Dir. Auch bei der Familienfeier am Wochenende.

Alle reden. Das Übliche. Nix Neues. Die immer gleichen Phrasen über das schwere Leben, den sturen Nachbarn, die schlechten Zeiten.

Plötzlich macht sich in Dir eine sagenhafte Wut breit. Am liebsten willst Du auf den Tisch haun.  Schreien. Wie sehr Dich dieses Theater, das alle hier so artig mitspielen, ankotzt.

Erschrocken hältst Du inne und fragst Dich:

WARUM bin so wütend?

Warum kann ich nicht einfach gelassen drüber stehen, tapfer Kuchen essen, am Kaffee nippen und mich beteiligen? Am farblosen BlaBlaBla?

Augenblicklich fühlst Du Dich mies. Schlecht. Als Verräterin.

Und wieder poltert das WARUM in Deinem Kopf.

Du hörst es. Egal, ob Du ängstlich bist, wütend oder traurig. Nicht vorankommst. Durchhängst. Dich schuldig fühlst. Widerstand gegen alles und jeden mit Dir rumschleppst. Am liebsten komplett hinschmeißen willst.

Warum? Warum? WARUM??

Angestrengt und verzweifelt hoffst Du auf Antworten. Notfalls auch auf die völlig sinnlosen von Außen.

Das dicke, fette, laute WARUM bringt Dich nicht weiter.

Nicht ein Zentimeterchen. Im Gegenteil, Du fällst körperlich in Dich zusammen. Wirst kleiner, leiser, hilfloser.

Als ob das nicht schon reichen würde, schleicht sich ein Gefühl des Ausgeliefertseins rein. 

Ausgeliefert Deinen Gefühlen, der bestimmten Situation, den anderen Menschen.

Dir geschieht.

Selbstwirksamkeit gleicht einem hohl klingenden Fremdwort. Dein Fahrstuhl ist tief unten im Keller.

Aus dieser Position heraus sind keine kraftvollen Aktionen möglich.

Du stehst am Spielfeldrand und schaust tatenlos zu.

Obwohl, einen vermeintlichen Joker hast Du noch – die Rechtfertigung.

Ja mensch, WARUM bist Du nicht viel eher draufgekommen?

Du fängst an zu erklären, WARUM Du bestimmte Gefühle hast, WARUM Du noch nicht weiter bist, WARUM Du in Deiner nervigen Familie immer wieder artig den Mund hältst und mitspielst.

Also, von wegen hilflos. Nein, die Anderen! Du konntest und kannst gar nicht anders.

Noch während Du diesem Gedanken folgst, schmeckst Du den schalen Geschmack.

Dieser Strategie fehlt die Echtheit.

Du ahnst, dass Du Dich mit dieser Haltung selbst fesselst an die unsägliche Opferrolle.

Und Opfer können nun mal nicht erfolgreich sein.

Weil sie ihre Macht abgeben. An ihre Vergangenheit, an die Umstände, an andere Menschen, an den Mond, den Wind, das Wetter.

Wie kommst Du nun raus aus dieser verflixten WARUM-Fragerei?

 

Mein heißer Tipp für Dich:

Tausche jedes WARUM aus gegen ein kraftvolles WOFÜR.

Ich hab so eine Angst. … WOFÜR?

Ich bin so sehr wütend. … WOFÜR?

Ich spüre so viel Traurigkeit. … WOFÜR?

Ich bin so voller Widerstand. … WOFÜR?

Ich schaue auf mein Leben und frage mich WARUM? … WOFÜR?

 

Die Angst ist eine Kompetenz.

Eine Evolutionskompetenz. Wer vor einigen tausend Jahren keine Angst hatte, den fraß der Säbelzahntiger.

Heutige Säbelzahntiger sind ein Vortrag, das größere Projekt, der längst überfällige, höhere Preis für Deine Produkte und Dienstleistungen.

Gefressen wirst Du nicht mehr. Dennoch zitterst Du wie Espenlaub. Der beste Hinweis dafür, dass hier Dein Weg ist.

Deine Wut ist eine Kompetenz.

Sie zeigt Dir, dass sie gefühlt werden will. Weil sie genauso zu Deinem herrlich bunten Gefühlsspektrum gehört wie Freude, Glück und Liebe.

Zweitens erkennst Du an Deiner Wut, wo es mehr als dran ist, Dich abzugrenzen.

Weil es Dein Leben ist, und Du aus der eingefahrenen Rolle in Deiner Herkunftsfamilie (endlich) ausbrechen darfst, kannst, sollst.

Traurigkeit ist eine Kompetenz.

Sie erinnert Dich an das, was Du bisher übersehen hast, wo Du bisher nicht hinschauen wolltest.

Welches Ereignis hast Du verdrängt? Wo will getrauert und aufgearbeitet, was will gefühlt und geheilt werden?

Ein entschlossenes, kraftvolles WOFÜR löst einen inneren Suchprozess in Dir aus.

Du richtest Dich auf. Du stehst auf. Du stehst ein. Für DICH. 

Du besinnst Dich auf Deine Macht. Daran, dass Du alles in Deinem Leben – mit der unglaublichen Kraft Deines Geistes – in die von Dir gewünschte Richtung lenken kannst. Alles!

Weil Deine Gedanken schöpferisch sind. Weil Deine Gedanken Deine Realität erzeugen.

Weil Du heute – JETZT – Deine Zukunft kreierst.

WEIL DU DIE GESTALTERIN DEINES LEBENS BIST.

Und das – DEIN GEILES LEBEN – wartet lustvoll und sehnsüchtig auf Dich.

Herzlich, Deine Katl