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Kürzlich hab‘ ich gelesen: „Unser Gehirn ist so strukturiert, dass negative Erfahrungen sich viel intensiver einprägen und viel länger haften bleiben als positive.“.

Ist Dir das schon mal aufgefallen? Du zerbrichst Dir über Dinge, die schiefgelaufen sind, ziemlich lange Deinen Kopf. Du grübelst über mögliche Auswirkungen, schlägst Dir so manche Nacht um die Ohren, fragst Dich zum x-ten Mal, warum es ausgerechnet Dir passiert ist und stellst auch noch fest, dass allen Anderen da draußen viel mehr gelingt als Dir.

Du machst bereitwillig Platz für alle möglichen Selbstzweifel und Ängste. Diese flüstern Dir ins Ohr, dass Du lieber bei Deinem Leisten bleiben und doch endlich mal zufrieden sein solltest. Die großen Dinger sind einfach nix für Dich.

Ruckzuck bist Du drin im Durchhänge- und Aufgebemodus.

Gelingen Dir dagegen Dinge richtig gut, hältst Du den Ball flach und übst Dich in artiger Bescheidenheit. Glück, Zufall und Hat-nix-mit-mir-zu-tun sind sehr beliebte Umschreibungen.

Wie kommt es, dass viele Menschen ihre Erfolge meist gar nicht wahrnehmen (wollen)? Sondern sie stattdessen ausblenden, sich auf kleine Fehlerchen stürzen und diese zu Riesendingern aufbauschen?

Ein wesentlicher Grund ist, dass die meisten Menschen mit einem ausgeprägten Mangeldenken ausgestattet sind. Du fokussierst auf alles das, was noch nicht klappt, was Du noch nicht erreicht hast, wo Du vermeintlich nicht genügst.

Dein Unterbewusstsein nimmt Dich beim Wort und sorgt verlässlich für neuen und weiteren Mangel in Deinem Leben. Blöde Sache, aber so funktioniert’s. Wer sich auf Mangel konzentriert, konserviert den alten und erntet gleichzeitig und fleißig jede Menge neuen.

Aus der Nummer kommst Du langfristig nur raus, wenn Du Deinem Denken auf die Spur gehst, verstehst, wie es funktioniert und Dich für Fülle und Großzügigkeit in Deinem Leben öffnest. 

Die beliebte und allseits gelebte Geiz-ist-geil-Mentalität vieler Deutscher ist übrigens der beste Mangelgarant. Nennt sich in dieser Form dann kollektiver Mangelfokus oder treffender kollektiver Kleingeist.

Ein zweiter, wesentlicher Grund für Dauergrübelei ist, dass unser Gehirn nach wie vor auf Überlebens-Modus geschaltet ist und da draußen noch immer Säbelzahntiger in Hülle und Fülle vermutet.

Warst Du mit diesem Ansatz vor einigen tausend Jahren klar im Vorteil, sabotierst Du Dich damit inzwischen dauerhaft.

Heutige Säbelzahntiger heißen: großer Auftrag, neues Projekt, Vorstellen auf Netzwerk-Veranstaltungen, höhere Preise, Fanpage auf Facebook eröffnen, Vortrag halten, schwierige Gespräche führen, Nische finden, als Expertin sichtbar werden usw. usf.

Dir fallen just in diesem Moment ganz bestimmt weitere, gefährliche Pseudo-Raubtiere ein.

Meine Botschaft an Dich:

 

Wo Du Deine größten Ängste spürst und den stärksten inneren Widerstand, genau dort ist Dein Weg. Nicht da, wo Du eh‘ sicher aufspielst.

Geh in genau die Situationen rein, um die Du gerne und üblicherweise einen großen Bogen machst.

Nimm Herausforderungen an. Sie beißen und fressen Dich nicht, sondern sind geniale Möglichkeiten, über Dich hinauszuwachsen.

Freu Dich über jeden Deiner Fehler. Gib ihnen eine neue Bedeutung. Meine nennt sich z.B. Lernchance. Ich suche nicht (mehr) nach Ursache und Schuld, sondern nach Erfahrungen und neuen, besseren Wegen.

Tritt jeden Tag an den Rand Deiner Komfortzone, lass das wohlige Kribbeln zu und mach‘ dann noch einen nächsten Schritt.

Falls trotzdem ein Stimmchen in Dir hadert, zweifelt oder meckert, antwortest Du mit felsenfester Stimme: „Danke Dir für den Hinweis. Ich tu’s trotzdem. Du darfst gerne mitmachen.“.

Denke IMMER daran: Du bist großartig !! Du bist wunderbar !! Pack’s an !!

Herzlich, Katrin

PS: Mach‘ das Tigerchen zu Deinem Unterstützer. Ich wette, der ist total gerne dabei !! 

PPS: Und natürlich freu’ ich mich – wie immer – über Deinen Kommentar. 🙂