manuell hinzu

6 Uhr. Mein Wecker klingelt leise, weckt mich sachte und trotzdem unerbittlich.

Seufz, heute könnte ich glatt noch mindestens ein Stündchen mehr gebrauchen. Stattdessen schleppe ich mich ins Bad und von dort in die Küche, um Frühstück zu zaubern und Schulbrote zu schmieren.

Ausreichend Schlaf ist essentiell.

Steht aber meistens im Widerstreit mit all unseren beruflichen, familiären und sozialen Verpflichtungen und Bedürfnissen, die wir versuchen, jeden Tag auf’s Neue angestrengt unter den Hut zu kriegen.

Viel zu oft kürzen wir am Schlaf. Lieber zwei Tassen Kaffee mehr am Morgen statt einer Stunde verlässlichen Kraft- und Energietankens in der Nacht.

Wer auf Dauer zu wenig schläft, macht sich weniger stressresistent und gleichzeitig anfälliger für negative Gedanken – Befürchtungen, Ängste, Zweifel und Sorgen.

Ich persönlich neige bei zu wenig Schlaf zum “Ningeln”. Mir ist ALLES zu viel. Ich fühle mich klein und schwach und lass’ mich von jeder Mini-Herausforderung umhauen.

Was übrigens total klar ist, weil wir in Zuständen von Stress und Angst weniger Zugriff haben auf unser gesamtes Repertoire an Ressourcen, Energie und Kraft, das uns im ausgeschlafenen Zustand zur Verfügung steht.

Wir sind im Tunnelmodus unterwegs und schlichtweg ein ganzes Stückchen dümmer.

Hinzu kommen noch Nebenwirkungen, die Frau nun wirklich nicht gebrauchen kann:

° Wir sind hungriger und greifen viel schneller zu Schokolade & Co.

° Wir sehen nicht so gut aus, wie wir locker aussehen könnten.

° Wir sind dünnhäutiger, anfälliger und emotionaler. Die Gefahr, in schlechter Laune, Gereiztheit und Heulerei zu versinken, steigt.

° Die Fähigkeit für Konzentration und fokussiertes Arbeiten sinkt rapide.

° Nießt der Nachbar, heißen wir die kleinen Erkältungsmacher viel schneller willkommen.

Nach ganz paar Nächten in Folge mit (viel) zu wenig Schlaf erscheinen uns unsere ehrgeizigen Ziele viel riesiger und nahezu unerreichbar.

Wir suchen nach Problemen, stimmen unserer stärksten Ausrede (mal wieder) zu und huschen mit fliegenden Fahnen zurück in unsere gemütliche Komfortzone.  Gähn …..

Ehrlich, darauf hab’ ich kein bisschen Lust !! 

Ich übersehe mittlerweile nicht mehr – GsD – die leuchtend roten Knöpfe, die nach einer Woche Rechnerarbeit bis Mitternacht grell aufblinken.

Und auch wenn es mit dem Erkennen hin und wieder noch bissel dauert – eigene, hartnäckige Muster sind eben in der allerbesten Tarnung unterwegs – bin ich dran am gesunden, mich nährenden Schlaf.

GROSSES FAZIT:

Ich verordne mir an drei Abenden pro Woche eine Einschlafzeit von vor 22 Uhr und liege gemütlich mit einem Buch spätestens halb zehn im Bett.

Zwar springe ich am nächsten Morgen immer noch nicht unbedingt juchzend unter die Dusche, merke allerdings am Tag, dass ich zurückgreifen kann auf acht Stunden Ausruhen und randvolle Akkus, auf einen wachen Geist (der vor Ideen sprudelt), auf körperliche Fitness, auf kraftvolle Gedanken und unbändige Lebenslust !!

Probier‘s unbedingt aus und gönn‘ Dir pro Woche mindestens zwei, drei schlafreiche Nächte !!

Du wirst staunen, wie erfrischt Dein Blick in die Welt ist und was das eine oder andere Problem an Gewaltigkeit verloren hat.

Herzlich, Katrin 🙂

PS: Wie und wo holst Du Dir Deinen Schlaf?? Ich freu’ mich auf Deinen Kommentar.